06. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Orhan Pamuk: Taksim Platz · Kategorien: Türkei · Tags:

„…] Today, Taksim Square is Istanbul’s chestnut tree. I’ve been living in Istanbul for sixty years, and I cannot imagine that there is a single inhabitant of this city who does not have at least one memory connected to Taksim Square. In the nineteen-thirties, the old artillery barracks, which the government now wants to convert into a shopping mall, contained a small football stadium that hosted official matches. The famous club Taksim Gazino, which was the center of Istanbul night life in the nineteen-forties and fifties, stood on a corner of Gezi Park. Later, buildings were demolished, trees were cut down, new trees were planted, and a row of shops and Istanbul’s most famous art gallery were set up along one side of the park. In the nineteen-sixties, I used to dream of becoming a painter and displaying my work at this gallery. In the seventies, the square was home to enthusiastic celebrations of Labor Day, led by leftist trade unions and N.G.O.s; for a time, I took part in these gatherings. (In 1977, forty-two people were killed in an outburst of provoked violence and the chaos that followed.) In my youth, I watched with curiosity and pleasure as all manner of political parties—right wing and left wing, nationalists, conservatives, socialists, and social democrats—held rallies in Taksim. This year, the government banned Labor Day celebrations in the square. […]“

via Orhan Pamuk on the Protests in Istanbul.

06. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Taksim-Platz: „Willkommen in der befreiten Zone von Istanbul“, taz 06.06.2013 · Kategorien: Türkei · Tags:

taz  06.06.2013

Willkommen in der befreiten Zone von Istanbul
Die Demonstranten haben den Taksim-Platz in eine befreite Zone verwandelt. Hier herrscht ein Gemeinschaftsgefühl, das es so noch nie gab.
von Jürgen Gottschlich

ISTANBUL taz | Der Unterschied zwischen zwei Welten erschließt sich durch eine U-Bahn Fahrt von einer Station zur anderen. Unten am Fähranleger am Bosporus in Kabatas wirkt Istanbul wie immer. Leute hetzen zur Fähre, suchen einen Bus, die Autos stehen im Dauerstau. Einzig ein zerschlagenes Billboard gibt einen Hinweis darauf, dass es auch hier nachts anders zugehen kann.

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06. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Istanbul Protest Forderungen · Kategorien: Türkei · Tags:

nzz 06.06.2013

„[…] Geht es nach Emre Genc, wird im Gezi-Park bald Biogemüse wachsen. Zusammen mit Gleichgesinnten hat er im Park am Taksim-Platz einen Ökogarten mit Paprika und Salat angelegt. Es sind Umweltaktivisten wie der Student der Kommunikationswissenschaften sowie Architekten, Stadtplaner und Künstler, die vor einer Woche die bisher grösste Protestbewegung gegen die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ins Rollen gebracht haben. Die Proteste halten an, obschon sich der stellvertretende Ministerpräsident, Bülent Arinc, für den harten Polizeieinsatz entschuldigt hatte. […]“

http://www.nzz.ch/aktuell/international/konkrete-forderungen-an-die-regierung

Zu den Forderungen gehört auch das landesweite Verbot von Tränengas.

06. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Ankara Protest Video · Kategorien: Türkei · Tags:

https://www.youtube.com/watch

05. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Frankfurt am Main: Capitalism without democracy – we want democracy without capitalism · Kategorien: Deutschland, Europa · Tags: ,

They want capitalism without democracy, we want democracy without capitalism

Blockupy Statement June 2013_They want capitalism without democracy

Blockupy 2013 – we experienced intense and powerful days of collective action and common resistance. On Friday, more than 3000 activists blockaded the entrance to the European Central Bank, making good on our announcement to carry our resistance deep into the heart of the European crisis regime.

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05. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Eisenhüttenstadt, Demo: Kurzberichte, Fotos · Kategorien: Deutschland · Tags: ,
Zur Demonstration am Montag in Eisenhüttenstadt hier einige Bilder und Pressemitteilungen.
Am Montag haben sich um die 100 Aktivist_innen aus Berlin auf den Weg nach Eisenhüttenstadt gemacht, um gegen die katastrophalen Bedingungen im Erstaufnahemelager für Geflüchtete in Brandenburg zu demonstrieren. Dort gab es anläßlich des Selbstmord eines Flüchtlings, eine Gedenkveranstaltung mit weiteren 150 Teilnehmer_innen des Lagers.
Anschliessend wurde der Abschiebeknast, der sich auf demselben Gelände befindet gestürmt, das Tor wurde zerstört. Die ankommende Polizei schützte die Abschiebegewahrsam mit Einsatz von Pfefferspray und Gewalt.
Die geplante Demonstration konnte im Anschluss kraftvoll, bunt und lautstark mit ca. 200 Personen durch Eisenhüttenstadt gehen.
hier noch einige links

bericht und videobeitrag vom rbb:
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2013_06/Fluechtlinge_demonstrieren_in_Eisenhuettenstadt.html

artikel auf redglobe:
http://www.redglobe.de/deutschland/bundeslaender/brandenburg/8956-fluechtlinge-protestieren-nach-suizid-in-eisenhuettenstadt

und noch fotos:
http://www.flickr.com/photos/boeseraltermannberlin/8941554011/in/photostream/

am 29. mai gab es anläßlich des Suizids des Gelüchteten aus Eisenhüttenstadt auch eine Demo in Göttingen mit
150 Leuten:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/87780

05. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Proteste in der Türkei: Die Helfer der Revolte – SPIEGEL ONLINE · Kategorien: Türkei · Tags:

Proteste in der Türkei: Die Helfer der Revolte – SPIEGEL ONLINE

05. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Proteste gegen Erdogan: Türkische Polizei nimmt Twitter-Nutzer fest – SPIEGEL ONLINE · Kategorien: Türkei · Tags: , ,

Proteste gegen Erdogan: Türkische Polizei nimmt Twitter-Nutzer fest – SPIEGEL ONLINE

05. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Türkische Revolte: Die Entstehung der sozialen Netzwehr – SPIEGEL ONLINE · Kategorien: Türkei · Tags: ,

Türkische Revolte: Die Entstehung der sozialen Netzwehr – SPIEGEL ONLINE.

04. Juni 2013 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa in Hamburg und Berlin, Proteste zu Choucha-Schließung | Telepolis · Kategorien: Deutschland, Italien, Libyen · Tags: ,

„Flüchtlinge: Pingpong mit Bürgerkriegsopfern

Piraten fordern, dass Hamburger Behörden Verantwortung übernehmen. Derweil kämpfen in Tunesien die vergessenen Opfer des Bürgerkrieges im Nachbarland um einen Platz zum Leben drucken versendenItalien und Deutschland, beides NATO-Staaten, die schnell zur Hand waren, als es galt, den libyschen Bürgerkrieg zu eskalieren, spielen derzeit Pingpong mit den afrikanischen Opfern ihrer bellizistischen Menschenrechtspolitik. Italien schickt sie mit Taschengeld und Reisedokumenten in den Norden, hier wird ihnen jedoch die Arbeitserlaubnis verweigert und Unterstützung gibt es auch nicht. Die Behörden möchten sie am liebsten wieder in den Zug gen Süden setzen, berichtet die tageszeitung aus Hamburg.Flüchtlinge-HH-A. Gerhold.jpg VergrößernProtest in Hamburg. Gemeint ist Hamburgs Oberbürgermeister Olaf Scholz, SPD.Bild: CC BY 3.0 A. Gerhold, PIRATEN Im dortigen Bezirk Mitte hat die Fraktion der Piraten nun beantragt, dass die Bezirksversammlung sich dafür einsetzen soll, dass für die rund 300 betroffenen Kriegsflüchtlinge Notunterkünfte eingerichtet werden, dass nicht abgeschoben wird und dass die Menschen die Möglichkeit erhalten, sich in Hamburg eine Existenz aufzubauen. Insbesondere fordern die Piraten auch Freizügigkeit sowie den Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Bildung sowie zu medizinischer und sozialer Versorgung. Über den Antrag wird am heutigen Dienstag entschieden.“Der Bürgermeister und der Bezirk müssen Verantwortung übernehmen für die Menschen. Diese Menschen sind nun mal, nach großem Leid und Elend durch Krieg und Flucht in Hamburg gestrandet. Für diese Menschen sind wir jetzt verantwortlich – egal ob Italien rechtens gehandelt hat oder nicht. Wir können sie nicht zurückschicken wie eine unerwünschte Warenlieferung. Diese Menschen sind, wie auch immer, nun in einer der reichsten Städte überhaupt gelandet und müssen ohne Unterstützung, ohne Geld, ohne medizinische Versorgung auf der Straße leben. Das ist einfach schändlich. Hilfe unkonkret und ohne Taten folgen zu lassen in den Raum zu stellen, zudem an eine Abschiebung zu knüpfen und dann über unsere besondere Verantwortung gegenüber Flüchtlingen zu schwadronieren ist für mich Heuchelei. Das ist eines Hamburger Bürgermeisters, zumal eines sozialdemokratischen, unwürdig.“Andreas Gerhold, Fraktionsvorsitzender der Piraten im Bezirk Hamburg MitteAuf ihrer Seite berichten die Piraten auch etwas ausführlicher über die Situation der Flüchtlinge in Hamburg und fordern zur Solidarität auf.Während und nach dem Bürgerkrieg in Libyen mussten viele tausend Afrikaner aus dem Land fliehen. Als Ausländer verloren sie als erste ihre Arbeitsplätze und wurden zum Teil auch Opfer gewalttätiger rassistischer Überfälle. Einige Tausend von ihnen landeten in Tunesien gleich hinter der Grenze in einem Flüchtlingslager und wurden dort schon bald erneut Opfer rassistischer Gewalt. Die meisten von ihnen hat das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen seitdem auf Aufnahmeländer verteilt.Mehrere Hundert hängen aber, wie berichtet, weiter im Lager Coucha fest. Mit Kundgebungen und Hungerstreiks protestieren sie seit Monaten gegen den UNHCR und für eine Umsiedlung in andere Länder. In Tunesien wollen sie nicht bleiben.Flüchtlinge-Tunis-wop.jpg VergrößernProtest in Tunis Ende MärzBild: wop Nun droht ihnen die Schließung des Camps zum Monatsende, ohne dass sie eine realistische Alternative angeboten bekommen. Trotz der schon jetzt harschen Bedingungen, zu denen zum Beispiel die zeitweise Unterbrechung der Trinkwasserlieferungen gehört, wollen sie auch nach der Schließung dort ausharren, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ein Netzwerk von Solidaritätsgruppen plant für den 20. Juni Protestkundgebungen in verschiedenen europäischen Städten.“

Wolfgang Pomrehn

via Flüchtlinge: Pingpong mit Bürgerkriegsopfern | Telepolis.