Die Beobachtungsstelle für den Schutz der Menschenrechte, die Internationale Föderation der Liga für Menschenrechte und die Weltorganisation gegen Folter richten von Paris und Genf aus einen dringlichen Appell: Es sollte sofort bei dem marokkanischen König, der marokkanischen Regierung und den marokkanischen Behörden interveniert werden, um die Freilassung von Camara Laye zu erwirken. (FFM online berichtete)
Für die Freilassung des Koordinators des CMSM (Rat der subsaharischen MigrantInnen in Marokko) und das Ende der Repression gegen Mitglieder der MigrantInnenorganisationen in Marokko
Die unterzeichnenden Organisationen fordern die Freilassung des Koordinators des Rates der subsaharischen MigrantInnen in Marokko und die Einstellung des Verfahrens gegen ihn.
Sie prangern die Repression an, die sich seit einigen Tagen gegen die Verantwortlichen von MigrantInnenorganisationen in Marokko richtet.
Am 22.10.2012 um 07:30 Uhr morgens haben 50 Flüchtlinge und MigrantInnen versucht, den 6 Meter hohen EU-Zaun von Mellilla zu überwinden. Nur 5 von ihnen ist es gelungen, bis nach Melilla zu kommen.
http://www.elmundo.es/elmundo/2012/10/22/espana/1350901867.html
Trotz der arabischen Revolten hat sich an der repressiven Migrationspolitik der nordafrikanischen Staaten wenig geändert. Doch nun organisieren sich die Migranten.
von Bernhard Schmid
in: Jungle World Nr. 42, 18. Oktober 2012
http://jungle-world.com/artikel/2012/42/46422.html
Sie waren verabredet, um sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen und zu beglückwünschen. Die Repräsentanten von jeweils fünf Regierungen von der Nord- und der Südseite des Mittelmeers trafen sich am 5. und 6. Oktober in der maltesischen Hauptstadt La Valetta. Vertreten waren Marokko, Mauretanien, Algerien, Tunesien und Libyen von nordafrikanischer und Portugal, Spanien, Frankreich, Italien sowie die Inselrepublik Malta von europäischer Seite.
Sauvés par des gardes-côtes algériens : l’incroyable mésaventure de naufragés africains
Incroyable histoire que viennent de vivre quatre naufragés africains, à savoir deux Guinéens, un Nigérian et un Sierra-Léonais.
Le 17 octobre 2012 vers 16h, le commandant d’un navire de commerce libérien, un porte-containers, lance un appel pour annoncer la présence de naufragés africains vivants, agrippés à des fûts au large de la ville de Cherchell, à une distance de 16 miles nautiques (26 km, environ). Immédiatement, la vedette de sauvetage du Groupement territorial des garde-côtes (GTGC) de Cherchell se dirigea vers le lieu indiqué par le commandant de bord du navire libérien, le Lana, pour l’opération de sauvetage. Les marins du Lana avaient remis des combinaisons aux naufragés épuisés, à la limite de la mort. «Ils n’ont cessé de lever leurs bras vers le ciel et pleurer», nous dira l’un des sauveteurs. Arrivés au niveau du siège du GTGC de Cherchell, les marins algériens se sont affairés à leur donner de la nourriture d’abord, avant de les évacuer pour subir une consultation auprès du service des urgences à l’EPSP de Cherchell. Leur histoire dramatique a débuté à partir du port togolais de Lomé, le 10 septembre dernier, où ils travaillaient comme dockers.
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Das marokkanische Internetportal Yabiladi berichtet, dass der EU-Botschafter in Marokko, Eneko Landaburu, sich besorgt zeigt wegen der zunehmenden Misshandlung von Flüchtlingen im Lande. Bei Razzien rund um Melilla und Ceuta sowie in den marokkanischen Großstädten werden Flüchtlinge von der Polizei zusammengeschlagen und zum Teil schwer verletzt. Yabiladi merkt an, dass die wachsende Flüchtlingsjagdt in Marokko auf den EU-Druck und die EU-Abschottungspolitik zurückzuführen ist, und nennt die EU-Sprache „doppelzüngig“.
Am 16.10.2012 hätte die Aufstands-Spezialeinheit der Guardia Civil aus der Grenzüberwachung von Melilla abgezogen werden sollen. Sie war den gesamten Sommer 2012 dort stationiert. Nun hat die Regierung die Verlängerung ihres Einsatzes und den Einsatz von zwei weiteren Spezialeinheiten angeordnet.
Es handelt sich dabei insgesamt um drei Gruppen der Módulos de Intervención Rápida (MIR) der Guardia Civil, die wie die GEO (Grupo Especial de Operaciones) der Policía Nacional vorgehen. Die Verstärkung umfasst 42 Guardia Civil-Polizisten dieser Spezialeinheit. Jede MIR Einsatzgruppe besteht aus 18 Einsatpolizisten und drei Kommandanten.
Nachbarn, NGOs und Flüchtlinge und MigrantInnen haben bekannt gegeben, dass am 15.10.2012 viele der erfolgreichen Zaun-Überwinder von Guardia Civil und der Polizei in der Stadt Melilla verprügelt wurden.
Das staatliche Centro de Estancia Temporal (CETI) in Melilla, in dem Flüchtlinge und MigrantInnen zeitweise aufgenommen werden, ist jetzt mit 853 Personen völlig überbelegt. Die Regierung von Melilla fordert, dass so viel wie möglich nach Spanien verlegt werden. Darauf hoffen auch die Flüchtlinge und MigrantInnen. Manche warten im CETI schon seit zwei Jahren auf ihre Verlegung nach Spanien.
http://www.20minutos.es/noticia/1619840/0/refuerzo/valla/melilla-octubre/
Ungefähr 30 west- und zentralafrikanische Flüchtlinge und MigrantInnen haben am 09.10.2012 versucht, auf dem Boot von Nador nach Melilla zu gelangen. Die marokkanische Stadt Nador grenzt an die spanische Stadt Melilla an, ist aber durch den 6 Meter hohen Grenzzaun getrennt.
An dem Boots-Fluchtversuch nahmen auch Frauen und Kinder teil. Es starben mindestens 5 Personen (2 Männer, 3 Frauen, 1 Kind). Die Überlebenden wurden direkt über die Grenze nach Algerien abgeschoben. Polizeistationen auf dem Weg wurden bei der Abschiebung nicht involviert. Unter den Abgeschobenen befanden sich Schwangere und Kinder. Weiterlesen »
Au am 16.10.2012, den 2. Tag in Folge, versuchten Flüchtlinge und MigrantInnen, über den EU-Grenzzaun nach Melilla zu kommen. 300 Flüchtlinge und MigrantInnen beteiligten sich, 100 schafften es. Anschliessend versteckten sie sich in Stadtteilen von Melilla, um nicht sofort nach Marokkok zurückgeschoben zu werden. Zeitweise gab es in Melilla Verhandlung mit der Polizei, die sie auf das Revier Comandancia de la Benemérita bringen wollten. Auf der Weiterflucht durch die Straßen von Melilla zogen sich die Flüchtlinge und MigrantInnen aus, damit sie nicht so leicht von der Guardia Civil gefasst werden konnten. In Armenvierteln von Melilla, wie z.B. in Canada de Hidum,erhielten sie Nahrung und Unterschlupf.