06. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Father Mussie Zerai: the voice of the Eritrean refugees“ · Kategorien: Alarm Phone · Tags:

Quelle: BBC

Pope Francis and the German Chancellor Angela Merkel are both favourites to win the Nobel Peace Prize this week, but another less well-known figure is also in the running. Father Mussie Zerai is a priest from Eritrea, currently living in Switzerland. He has become famous for receiving calls from migrant boats in distress and getting in contact with the Italian and Maltese coastguards to arrange help. So what are his thoughts on being nominated for one of the world’s best known prizes?

01. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Flüchtlingskrise: „Fähren statt Frontex“ · Kategorien: Alarm Phone · Tags: , ,

Quelle: Frankfurter Rundschau

Von Hanning Voigts

Die Bundespolizei hat Schwierigkeiten, gegen Schleuser vorzugehen. Flüchtlingsaktivist Hagen Kopp, Mitbegründer des Netzwerks „Kein Mensch ist illegal“, sagt, dass es bei offenen Grenzen Problem der Schleuserkriminalität nicht gäbe. Er fordert Alternativen zur EU-Grenzpolitik.

Herr Kopp, die Politik kündigt an, massiver gegen Schlepper vorgehen zu wollen, die Flüchtlinge nach Europa schmuggeln. Was sagen Sie dazu?

Alle diese sogenannten Schlepper und Menschenschmuggler sind ein Produkt des EU-Grenzregimes. Es gäbe sie alle nicht, wenn es legale Fluchtwege nach Europa gäbe. Wir haben hier in Hanau viel mit somalischen und eritreischen Flüchtlingen zu tun, die alle von Libyen aus in diesen kleinen Booten über das Mittelmeer gekommen sind und dafür bis zu 1000 Euro gezahlt haben. Jeder von ihnen hätte es vorgezogen, für 80 Euro eine Fähre zu nehmen, aber es gibt für Flüchtlinge eben keine Möglichkeit, legal in die EU zu gelangen. Deshalb sind sie auf Schlepper angewiesen – das gilt auch für die syrischen Flüchtlinge, die über die Türkei kommen.

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23. September 2015 · Kommentare deaktiviert für TAZ Panter Preis: Laudatio von Mely Kiyak · Kategorien: Alarm Phone, Medien · Tags:

Quelle: taz

„Ihre Menschlichkeit ist unser Kompass!“

Mely Kiyak würdigt Watch The Med Alarm Phone, GewinnerInnen des taz Panter LeserInnenpreises.

Im Folgenden bilden wir das Manuskript der Laudatio von Mely Kiyak auf die Initiative „Watch the Med” ab, GewinnerInnen des LeserInnenpreises beim taz Panter Preis 2015. Die Laudatio wurde am Abend des 19. September 2015 im Deutschen Theater Berlin gehalten. (Anm. d. Red.)

Ertrinken, meine Damen und Herren,

ist ein leiser Vorgang. Im Gegensatz zur Panik, zum Weinen, Schreien, Um sich schlagen angesichts des drohenden Todes, ist der letzte Moment des Lebens auf dem Meer so leise, dass man außer Wellengang nichts hört. Der Mensch ertrinkt zumeist in der Waagerechten, den Kopf nach hinten geneigt.

Das Ertrinken, als Folge eines Sturzes von einem Boot, oder als Folge von mit Salzwasser voll gesogener Bekleidung in die Meerestiefe, ist der lange Kampf gegen das Untergehen. Es ist der Versuch dem Wasser zu entkommen, die Bemühung an der Wasseroberfläche zu bleiben.

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21. September 2015 · Kommentare deaktiviert für TAZ Panter Leserpreis für Alarm Phone · Kategorien: Alarm Phone, Deutschland, Medien · Tags:

Quelle: taz

Großzügige Gewinner

Samstagabend wurde im Deutschen Theater in Berlin zum elften Mal der taz Panter Preis verliehen.

von SASKIA HÖDL

Dass sich eine derartige Willkommenskultur in Deutschland entwickeln würde, konnten die taz-LeserInnen noch gar nicht ahnen, als sie im August ihre Stimmen für die sechs Panter-Preis-Nominierten abgaben.

Dem Moderator Martin Stankowski fällt zur neuen deutschen Hilfsbereitschaft aber nicht nur Positives ein, er denke dabei auch an jene, die versuchten, sich an der Situation der Flüchtlinge ökonomisch zu bereichern, sagt er. Kai Diekmann etwa habe kein Herz für Flüchtlinge bewiesen, sondern „eher ein Herz für die Auflage der Bild-Zeitung”. Stankowski ist Kabarettist und taz-Genosse aus Köln. Gemeinsam mit taz-Redakteurin Doris Akrap führt er am Samstag im Deutschen Theater durch den Abend.

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20. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Bilanz eines Tages: Fast 5000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet“ · Kategorien: Alarm Phone, Italien, Libyen, Mittelmeer · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Allein die Bundeswehr-Fregatte „Schleswig-Holstein“ zog mehr als 700 Menschen an Bord: Fast 5000 Flüchtlinge sind am Samstag aus dem Mittelmeer gerettet worden.

An der Operation beteiligten sich die Bundeswehr, die britische und kroatische Marine, Schiffe von Hilfsorganisationen und ein Frachtschiff: Fast 5000 Flüchtlinge sind am Samstag aus dem Mittelmeer gerettet worden. Beim größten von insgesamt 20 Rettungseinsätzen in den Gewässern vor Libyen wurden 1137 Menschen von zwei Schiffen in Sicherheit gebracht, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Es wurde aber auch eine Frauenleiche geborgen.

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19. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „One migrant child dead, 13 missing in sea off Greek island“ · Kategorien: Alarm Phone, Griechenland, Türkei · Tags: ,

Quelle: Ekathimerini

A girl believed to be five years old died and as many as 13 migrants may be missing at sea off the Greek island of Lesvos on Saturday, the Greek coastguard said.

Nikos Lagkadianos, a coastguard spokesman, said 11 people were rescued from the sea between Lesvos and Turkey and one swam ashore in the early hours. The survivors said they thought 13 of their number were missing.

The girl was found unconscious and was declared dead later at hospital, Lagkadianos said.

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17. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Alarm Phone Weekly Report 7-13 September 2015 · Kategorien: Alarm Phone

[Download pdf]

What we are currently witnessing is not a ‘migration’ crisis but a European crisis. Responding to increasing migration movements, especially to those through Greece and the Balkan countries, several EU member states have taken to introduce drastic and brutal deterrence measures. Recently, Denmark used excessive force, though only for a brief spell, to prevent travellers to move on to Sweden. A few days later they realised that they could not prevent people from moving – hundreds just continued to walk on, despite repression, and thereby re-opened the border to Sweden. Then, Germany resurrected internal border control measures last weekend, after days of allowing people into the country. This shameful move was quickly followed by Austria, Slovakia and the Netherlands. Hungary in turn announced that it would further criminalise ‘irregular’ movements into its territory and confirmed that it would extend its razor-wire border fence with Serbia to include parts of its border with Romania. Bulgaria reinforced border control measures to its neighbouring countries Serbia, Macedonia and Turkey. The Greek border fence with Turkey means that people cross the sea, where dozens of lives were lost again this week. The EU and its idea of internal freedom of movement are rapidly falling apart as its member states attempt to seal off their national borders. It is also clear, however, that these deterrence measures are mere attempts which, in reality, cannot and do not stop human movement. Germany’s announcement to resurrect its borders has not led to a halt – every day thousands are still entering the country. Hungary’s decisions has meant that travellers are seeking and finding new routes – many now pass through Croatia. When governments shut down train lines, people started to march instead, occupying highways, breaking through police lines, and thereby enacting their freedom of movement.

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17. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Herr Kopp, wie begegnet man Todesangst am Telefon?“ · Kategorien: Alarm Phone, Video

Quelle: Hanauer Bote

Das Bote-Sommergespräch mit Hagen Kopp, Mitinitiator des Projekts „Alarm Phone“, das Flüchtlinge in Seenot unterstützt

Hanau. Das Bild des kleinen Aylan ging um die Welt: Ein kleiner kurdischer Junge, tot am Strand von Bodrum. Der Dreijährige war ertrunken, wie seine Mutter und sein Bruder, als die Familie, die aus Syrien geflüchtet war, von der Türkei aus per Boot versuchte, die griechischen Inseln zu erreichen. Nun kann man durchaus darüber diskutieren, ob es Fotos von toten Kindern in den Medien braucht, um die Gesellschaft für die unglaubliche Not von Flüchtlingen zu sensibilisieren, die Politik zum Handeln zu bewegen. Wenig Diskussionsbedarf gibt es indes hinsichtlich der Tatsache, dass diese Not existiert. Und dass sie so groß ist, dass immer wieder Menschen wie Aylans Eltern alles riskieren, um ihr zu entfliehen. Mit nichts außer ein bisschen Hoffnung. Und immer wieder müssen sie diese Hoffnung mit dem Leben bezahlen. Es ist eben dieser Umstand, der dafür sorgt, dass ich zum ersten Mal ein bisschen Bauchweh habe vor einem Tretboot-Interview-Termin. Denn mit Hagen Kopp möchte ich über die Schicksale von Menschen sprechen, die über das Mittelmeer vor Krieg und Elend fliehen. Beim Blick auf die Schlauchboote, die der Bootsverleih anbietet, komme ich deshalb nicht umhin, eine gewisse Beklemmung zu empfinden, denn während wir hier zu unserem Vergnügen über Main und Kinzig schippern, wagen sich immer wieder Menschen in genau solche, zumeist hoffnungslos überfüllten Boote, und das Mittelmeer, in dem wir fröhlich im Urlaub planschen, ist für tausende von ihnen zum Grab geworden. Dass so viele Flüchtlinge wie möglich sicher das Festland erreichen, das ist das Ziel, das sich Hagen Kopp gemeinsam mit seinen Mitstreitern gesetzt hat, als er vor einem Jahr das „Alarm Phone“ ins Leben rief, eine Notrufnummer für Flüchtlinge in Seenot. Ein wertvolles Engagement, in dem die Aktivisten aber ein Stück weit immer auch mit den Grenzen ihrer Möglichkeiten konfrontiert sind. Ein Gespräch über die Hilfe aus der Ferne, die unsinnige Idee der Schlepperbekämpfung und das Gefühl, mit Menschen in Todesangst zu sprechen.

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15. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Alarm Phone Weekly Report, 31st of August to 6th of September 2015 · Kategorien: Alarm Phone

This long summer of migration in 2015 has clearly shown that barbed wire fences, military forces and other measures of deterrence cannot stop human mobility. The recent crossings of ten thousands of people have demonstrated the permeability of borders and have led to the (maybe only momentary) collapse of the Dublin system and other control mechanisms of the border regime of the European Union (see: http://bordermonitoring.eu/ungarn/2015/09/of-hope-en/). While some travellers arrived in their desired places of destination and were welcomed and assisted by citizens in solidarity with them, others did not. This past week we learned that, once again, attacks occurred in the Aegean Sea by masked men, presumably units of the Greek coastguard. We received first-hand testimonies of those who had suffered attacks at sea on four different occasions, when masked forces stopped and entered their vessels, and often stole their engines, leaving them behind in actue distress. In the past week this occurred maily in the area around the Greek islands of Lesvos and Chios. We from the Alarm Phone condemn these cynical, aggressive and incredibly dangerous actions and grave human rights violations at sea and call, once again, for an investigation into these allegations (see: http://www.watchthemed.net/index.php/page/index/18).

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15. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Bootsflüchtlinge vor türkischem Badeort ertrunken“ · Kategorien: Alarm Phone, Griechenland, Türkei · Tags: ,

Quelle: DW

Ein Boot mit mehr als 230 Migranten ist bei dem Versuch die Ägäis zu überqueren, vor der türkischen Kiste gesunken. Dabei sind mindestens 22 Flüchtlinge im Meer ertrunken. Unter den Toten sind auch vier Kinder.

Die türkische Küstenwache habe 205 Flüchtlinge aus dem Holzboot gerettet, berichtete die private türkische Nachrichtenagentur Dogan. Sie wurden zurück in die westliche Provinz Mugla transportiert. Die Nationalitäten der Flüchtlinge waren zunächst unbekannt. Das Boot hatte demnach in der Nähe des türkischen Ferienorts Datca abgelegt und war auf dem Weg zur griechischen Insel Kos.

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